Archiv der Kategorie: Technik u. Energie

Strafzettel passe? Fahrassistenzsystem verhindert Regelübertretung!

“DAS WISSEN” ( toppx.newzs.de ) berichtet über das Wunderwelt Wissen.

pro.pilot passt auf! Foto: Siemens

pro.pilot passt auf! Foto: Siemens

(prcenter.de) München – Eine automatische Erkennung von Geschwindigkeitsangaben auf Verkehrszeichen macht Autofahren künftig komfortabler. Zudem verhindert das System von Siemens unangenehme Überraschungen durch Strafzettel. Es funktioniert mit einer Kamera im Auto, die die Umgebung nach vorne auf Verkehrszeichen absucht, und verarbeitet die Informationen im Bordcomputer. Mit dem Tempomaten kann das Auto dann so eingestellt werden, dass es die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit nicht überschreitet. Vor allem in unbekannter Umgebung oder an Baustellen besteht für Autofahrer ansonsten die Gefahr, dass sie unbeabsichtigt zu schnell fahren.

Die Verkehrszeichenerkennung ist Teil von pro.pilot, einem Netzwerk von Fahrerassistenzsystemen des Automobilzulieferers Siemens VDO, und wird in etwa zwei Jahren in Serie gehen. Die Experten haben das System mit weiteren Hilfen wie einer Spurerkennung, einem Nachsichtsystem oder einem Einparkassistenten in eine Oberklasselimousine eingebaut. Zahlreiche Autohersteller haben dieses Testfahrzeug bereits Probe gefahren und großes Interesse an dem System gezeigt.

Für die Erfassung von Verkehrszeichen scannt eine in der Nähe des Rückspiegels angebrachte CMOS-Kamera ständig die Straße ab. Das System vergleicht die Bilder mit abgespeicherten Mustern von Geschwindigkeitshinweisen. Erkennt die Software eine Beschränkung, zeigt sie dem Fahrer den Wert im Tacho oder einem Head-up-Display an. Ist der Tempomat zugeschaltet, bremst das Auto von selbst auf die erlaubte Geschwindigkeit herunter. Hinzugezogen werden zudem Informationen aus dem Navigationssystem, die Aufschluss darüber geben, ob sich das Auto auf einer Autobahn oder innerhalb einer Ortschaft befindet. Da im Navigationssystem auch Hinweise auf besondere Verkehrsschilder gespeichert sind, wie etwa eine Geschwindigkeitsbeschränkung nur zu bestimmten Tageszeiten, kann das System hier entsprechend reagieren. Es ist vorerst nur für Neufahrzeuge vorgesehen. Bei älteren Autos ist die Nachrüstung wegen der komplexen Vernetzung mit zahlreichen Komponenten heute noch zu aufwändig.

Science Fiction wird Alltag: Die Roboter sind da!

WISSEN DER ZUKUNFT berichtet über das Wunderwelt Wissen.

(prcenter.de) Von Andreas Schultheis

Frankfurt/Berlin – Roboter haben den modernen Lebens- und Arbeitsalltag des Menschen erobert. Sie montieren Autos, übernehmen Hausarbeiten, spielen Fußball mit den Kindern. Fast scheint es, dass der Traum vom allzeit willigen Helfer, den Literatur und Science-Fiction seit Jahrhunderten ausgemalt haben, Realität geworden ist. Wie aus Träumen Wirklichkeit wurde, dokumentiert das Frankfurter Museum für Kommunikation https://www.museumsstiftung.de mit seiner Ausstellung „Die Roboter kommen!” Musikautomaten aus dem 18. Jahrhundert, legendäre Werberoboter der 1950er Jahre und moderne Forschungsroboter, darunter der humanoide Roboter „Armar II”, veranschaulichen die Entwicklung.

Moderne Serviceroboter, die staubsaugen oder die Geschirrspülmaschine ausräumen können, sehen wie freundliche Hausgenossen aus. Gerade erst hat Toyota https://www.toyota.com einen Geige spielenden Roboter vorgestellt, der zeigt, wie die elektronische Welt von morgen aussehen könnte. Dabei ist Toyota nicht allein mit seinen Planungen, sondern hat im eigenen Land eifrige Konkurrenten: „Lange führte dabei Honda die Entwicklung von humanoiden Robotern an: Vor über 20 Jahren startete der Auto- und Motorradhersteller ein bis vor Kurzem viel belächeltes Roboterprogramm. Inzwischen kann sein humanoider Roboter Asimo laufen, die Hand geben und soll bereits in den kommenden Jahren als Bote in Büros arbeiten”, berichtet Focus Online https://www.focus.de. Auch „Nissan stellte auf der Tokyo Motor Show einen fußballgroßen Roboterkopf vor, der in das Armaturenbrett seines Konzeptautos Pivo 2 eingebaut war. Der Kopf soll mit dem Fahrer plaudern und ihm bei Müdigkeit Restaurants für eine Pause vorschlagen”, so das Magazin.

Sprechende Assistenzsysteme scheinen auf dem Vormarsch, auch in der Unternehmens-kommunikation, wie das Beispiel Daimler belegt. Der Personal Assistant ist hier eine Vermittlungs- und Assistenzanwendung für das Personal Information Management der Konzernmitarbeiter. Sie verwirklicht ein so genanntes One-Number-Konzept für die ständige Erreichbarkeit der Mitarbeiter und den Wechsel von der Festnetztelefonie auf Vermittlungs- und Assistenzdienste. Realisiert wurde diese Anwendung vom Berliner Unternehmen SemanticEdge https://www.semanticedge.de: „Selbst wenn man den Namen eines Geschäftspartners gerade nicht weiß, kann man über eine Suchfunktion mit der Eingabe von Branche und Standort die gewünschte Verbindung aufbauen”, erklärt SemanticEdge-Geschäftsführer Lupo Pape. Per Spracheingabe könnten die Mitarbeiter eine Routing-Funktion nutzen, alle Anrufe umleiten, so dass sie auf einer bestimmten Nummer zu erreichen sind. Sprachverarbeitende Technologie, davon ist auch der Berliner Zukunftsforscher Norbert Bolz überzeugt, wird in den nächsten Jahren eine wachsende Rolle spielen. „Wenn Sie auf Ihr Auto zugehen und können es öffnen und starten, indem Sie es ansprechen, das lässt sich niemals überbieten”, erläutert er einen alten Traum der Zivilisation. „Ich persönlich kenne überhaupt keinen Zukunftsforscher oder Technologen, der Zukunftsszenarien entwickelt und nicht davon ausgehen würde, dass die Stimme letztlich das ultimative Interface ist”, sagte Bolz bei den diesjährigen Bonner Voice Days https://www.voicedays.de.

Die KI-Forschung und speziell die Robotik gelten weltweit als Zukunftsmarkt. „6,9 Mrd. Euro setzte allein die deutsche Roboterwirtschaft 2005 mit ihren Produkten um. Außerhalb der industriellen Fertigung gelten Serviceroboter als Wachstumsbereich”, analysiert die Zeitschrift Technology Review. Die Begeisterung für Robotertechnik erinnert Microsoft-Gründer Bill Gates an die Zeit, als er und sein Partner Paul Allen davon träumten, dass irgendwann auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus ein Computer stehen könnte. Gates könne sich eine Zukunft vorstellen, in der roboterähnliche Geräte zu einem fast allgegenwärtigen Bestandteil des täglichen Lebens werden. Für den Sprachdialogexperten Pape sind das keine Hirngespinste. Bereits heute existierten die dafür notwendigen Technologien wie dezentrales Rechnen, Sprach- und Mustererkennung. Drahtlose Breitbandverbindungen könnten die Tür zu einer neuen Generation selbständiger Geräte öffnen, die Aufgaben für Menschen erledigen. „Da liegt allerdings noch ein weiter Weg vor uns. Für Maschinen ist es sehr schwierig, sich in einem Raum zu orientieren, auf Geräusche zu reagieren, Sprache zu interpretieren und Gegenstände zu ergreifen, die höchst unterschiedlich sind”, sagt Pape im Gespräch mit dem Online-Magazin NeueNachricht https://www.ne-na.de. Eine funktionierende Spracherkennung werde unverzichtbar sein, um Roboter im Alltag einzusetzen, etwa in der Altenpflege oder bei der Unterstützung behinderter Menschen.

Flugauto PAL-V: wird jetzt ein Menschheitstraum wahr?

(DailyNet) Nach vielen Misserfolgen kommt der Traum von flugfähigen Autos seiner Realisierung näher: Der Entwickler eines der aussichtsreichen Projekte erwartet in Kürze Finanzierungszusagen, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Ausgabe 10/07.

Die Sehnsucht nach Flugautos ist fast so alt wie die Fliegerei selbst: Das wahrscheinlich erste baute ein Zeitgenosse der Gebrüder Wright schon im Jahr 1917, seitdem hat es mindestens 74 weitere Projekte in dieser Richtung gegeben. In der Szene erzählt man sich, dass selbst BMW und Volkswagen bis vor wenigen Jahren aktiv an Flugautos gearbeitet haben.

Aus den Niederlanden kommt jetzt ein Projekt, dem Beobachter besonders gute Chancen zusprechen: Das “PAL-V” des Ingenieurs John Bakker ist ein sogenannter Tragschrauber, der von einem Heckrotor angetrieben und von einem im Flugwind drehenden Hauptrotor in der Luft gehalten wird. Das Dreirad hat eine für den Flugbetrieb günstige schmale Front, Stabilitätsprobleme auf der Straße werden durch eine spezielle Neigetechnik vermieden. Im Gespräch mit Technology Review kündigte Bakker den Einstieg privater Investoren noch für diesen Herbst an. Auch eine bei der EU beantragte Förderung von drei Millionen Euro wird nach seinen Worten bald zugesagt. Das Pal-V soll vom Jahr 2011 ab für zunächst um 100.000 Euro zu kaufen sein.

In dem EU-Projekt soll zunächst ein Prototyp für das PAL-V entstehen. Daneben soll ein Betriebskonzept entwickelt werden, das ungeübte Piloten unterstützt. So könnten Computersysteme Informationen aus Datenbanken und von anderen Flugzeugen ins Cockpit einspielen, was den Begriff des “Sichtfluges” erweitern würde. Eine Pilotenlizenz für diese Art des Fliegens ist relativ leicht zu erwerben, und es stehen deutlich mehr Flugplätze dafür zur Verfügung als für den schwierigeren Instrumentenflug.

Flexible Produktion: Legosystem für Produktionsanlagen

“DAS WISSEN” ( toppx.newzs.de ) berichtet über das Wunderwelt Wissen.

Legosystem für Produktionsanlagen
Eine neue Plattform aus einzelnen Bausteinen vereinfacht es, analytische oder therapeutische Prozesse vom Labor in die industrielle Fertigung zu überführen.© Fraunhofer IPA

(idw) Was im Kleinen geht, muss im Großen nicht gleich klappen. Will man etwa analytische oder therapeutische Prozesse vom Labor in die industrielle Fertigung überführen, braucht es Geduld und einen großen Geldbeutel. Eine neue Plattform aus Bausteinen minimiert die Kosten.

Laboranlagen für medizinische Fragestellungen – etwa für Blutuntersuchungen – und Produktionsgeräte für medizinisches Zubehör haben eines gemeinsam: Sie sind schwer zu planen, da eine Fülle von unterschiedlichen Komponenten zusammenkommen. Wo müssen welche Pumpen und welche Dosiersysteme sitzen, um etwa einen Biochip optimal produzieren und auswerten zu können? Bislang entwerfen Hersteller von komplexen Laboranlagen zunächst verschiedene Konzepte und Konstruktionszeichnungen, bevor sie das reale Gerät aufbauen. Dennoch funktionieren die Maschinen in der Realität oft nicht wie erwartet. Die Planung beginnt erneut – eine teure Angelegenheit. Ein weiteres Problem: Die Konstrukteure verwenden vorwiegend Bauteile und Technologien, mit denen sie bereits Erfahrung haben. Das sind jedoch nicht immer diejenigen, die für das System optimal wären.Mit der neuen Plattform “Modular Process Automation Laboratory m:Pal” lassen sich komplexe Laborgeräte schneller und effizienter planen. Sie bietet einen Bausatz, bei dem Pumpen, Inkubatoren, Dosiergeräte oder Kameramodule nach Belieben zusammengesteckt und umgehend ausprobiert werden können – ähnlich wie bei Legosteinen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart haben “m:Pal” entwickelt. “Wir haben quasi einen Spielplatz entwickelt, auf dem wir alle Techniken unkompliziert testen und diejenigen heraussuchen können, die für die jeweilige Fragestellung am besten geeignet sind. Jedes Modul ist völlig autark und kann daher auch alleine betrieben werden”, sagt Andreas Traube, Gruppenleiter am IPA. “Der Knackpunkt lag in der Softwarearchitektur: Die benötigten Module müssen sofort auf Knopfdruck funktionieren, wenn man sie zusammensteckt.”

Künftig soll die Plattform Herstellern kleiner Serien eine hohe Flexibilität bieten. “Produzenten von Hörgeräten oder anderen medizinischen Produkten, von denen es verschiedene Varianten oder ständig neue Modelle gibt, können “m:Pal” als Produktionsgerät einsetzen. Bisher musste man bei jedem neuen Modell die ganze Produktionslinie austauschen – mit “m:Pal” reicht es, ein oder zwei Module anzupassen. So lassen sich bis zu 50 Prozent der Kosten einsparen”, sagt Traube. Ebenso können Hersteller eine kleinere Produktionslinie schrittweise automatisieren und die Module nach und nach anschaffen, sobald sich der Durchsatz erhöht.

Wie ein Magnetresonanztomograph (MRT) unsere geheimsten Gedanken verrät

Wissen Sie was ein MRT kann? Hier jetzt ein Bericht, wie er unsere geheimsten Gedanken verrät!

München – Mit einem Magnetresonanztomographen (MRT) blicken Forscher von Siemens und der Harvard-Universität ins menschliche Gehirn und schauen ihm beim Denken zu. Die Psychologen erkennen dadurch, wie die Nervenzellen des Gehirns während des Sehpro­zesses arbeiten. Allgemein zeigten Wahrnehmungsexperimente, dass das Gehirn optische Signale sehr wohl registriert, obwohl sie dem Bewusstsein nicht zugänglich sind. Die Forscher bewiesen nun, dass es einen Informationsfluss zwischen Gehirnzellen und Augen gibt, der dem Bewusstsein verborgen bleibt, wie sie in der renommierten Zeitschrift Psychological Science schreiben. Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) betrachtet den Stoffwechsel im Gehirn und erstellt durch Überlagerung mit den Bildern eines MRT-Geräts eine Karte erhöhter Aktivität. Feuernde Neuronen brauchen mehr Sauerstoff, deshalb fließt in aktive Areale mehr Blut. Hier erhöht sich die Konzentration von sauerstoffreichem gegenüber sauerstoffarmem Blut, was sich im MRT als Signaländerung bemerkbar macht. Die eigentliche Messgröße ist das Eisen im Hämoglobin der roten Blutkörperchen.

Bei den Experimenten zeigten die Forscher von Siemens Corporate Research in Princeton im US-Staat New Jersey und der Harvard-Universität ihren im MRT liegenden Versuchspersonen für kurze Zeit einfache Muster und überlagerten die Sinneseindrücke mit weiteren kurzen optischen Reizen. In den Bildern des MRT war unabhängig von den Aussagen der Versuchspersonen ihre tatsächliche Wahrnehmung in bestimmten Gehirnarealen abzulesen. Die räumliche Auflösung des Siemens-MRT mit drei Tesla Magnetfeldstärke beträgt dabei etwa einen Kubikmillimeter.

Die fMRT ist in jüngster Vergangenheit ins Blickfeld gerückt, weil mit Hilfe der Technik neue Lügendetektoren auf den Markt kommen sollen. Die Siemens-Forschungen sind bislang reine Grundlagenforschung, eröffnen aber eine Perspektive für handfeste Anwendungen. Bewusste Falschaussagen von Testpersonen wären durch Vergleiche von fMRT-Bildern objektiv überprüfbar. Siemens-Entwicklungen könnten auf vielfältige Weise von dem präzisen Blick ins Gehirn profitieren. Weil mit fMRT überprüft werden kann, welche Entscheidungen Menschen treffen und auch Aussagen gemacht werden können, wie sie sich dabei fühlen, könnten solche Studien helfen, bessere Hörgeräte zu konstruieren. Ältere Personen haben oft Schwierigkeiten, sich an die Sinneseindrücke mit einem neuen Hörgerät zu gewöhnen, jüngeren Menschen fällt das dagegen leichter. Mit fMRT ließe sich klären, ob dabei Wahrnehmungsphänomene im Gehirn eine Rolle spielen oder physiologische Faktoren, die sich mit dem Alter ändern.
Quelle: pressetext.de

Kommentar:
Auch wenn man dem Gehirn beim Denken zuschauen kann, bedeutet das nicht, dass es der Ursprung des Bewusstseins ist.
Bewusstsein existiert vielmehr unabhängig vom Gehirn. Dies wird im Sachbuch mit dem Titel “Unsterbliches Bewusstsein” bewiesen. ISBN 978-3-837-04351-8 (Neuerscheinung Juli 2008).

Link: Gedankenlesen per Gehirnscan

Energie: Strom aus der Steckdose für Apparate bald überflüssig?

Wissen Sie wie Strom aus der Steckdose für Apparate überflüssig werden kann? Hier jetzt die Antwort!

Mit dem Handy telefonieren, ganz ohne Akku, nur durch die Wärme der Hand? Das ist noch Zukunftsmusik. Doch dank neuer Schaltungen lässt sich bereits jetzt die Hitze des Körpers nutzen, um Strom zu gewinnen.

Auf der Intensivstation sind am Körper des Patienten viele Apparate angeschlossen. Sie überwachen Herzfrequenz, Blutdruck, Körpertemperatur, Puls oder Atemfrequenz. Für gewöhnlich herrscht ein großes Kabelgewirr, denn sämtliche Geräte müssen mit Strom versorgt werden. In Zukunft kommen medizinische Sensoren möglicherweise ohne den Strom aus der Steckdose aus. Stattdessen zapfen sie Energie allein aus der Wärme des menschlichen Körpers. Per Funksignal senden sie dann die entsprechenden Daten an die zentrale Überwachungsstation.

Forscher vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen haben mit ihren Kollegen von den Fraunhofer-Instituten für Physikalische Messtechnik IPM und für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM eine Methode entwickelt, um die natürliche Körperwärme zur Energiegewinnung zu nutzen. Grundlage sind thermoelektrische Generatoren, kurz TEG, aus Halbleiterelementen. Die TEGs gewinnen elektrische Energie allein aus der Temperaturdifferenz zwischen heißer und kalter Umgebung. Normalerweise sind Unterschiede von mehreren zehn Grad notwendig, um ausreichend Strom zu erzeugen. Die Unterschiede zwischen der Außentemperatur des Körpers und seiner Umgebung betragen aber nur wenige Grad. “Mit solchen Differenzen lassen sich nur geringe Spannungen erzeugen”, erklärt Peter Spies, Teilprojektleiter am IIS. Etwa 200 Millivolt liefert ein gewöhnlicher TEG. Für die Versorgung von elektronischen Geräten sind jedoch mindestens ein bis zwei Volt erforderlich. Für dieses Problem haben die Ingenieure eine Lösung parat: “Wir haben Schaltungen entwickelt, die mit 200 Millivolt auskommen, indem wir verschiedene Bauteile ganz neu kombiniert haben”, sagt Spies. “So konnten wir ganze elektronische Systeme bauen, die keine interne Batterie benötigen, sondern allein durch Köperwärme ihre Energie gewinnen.” Dieses System verbessern die Wissenschaftler weiter: Es existieren bereits Schaltungen, die bei 50 Millivolt “anschwingen”, wie es in der Fachsprache heißt. Peter Spies glaubt, dass durch weitere Verbesserungen der Schaltsysteme in Zukunft ein Temperaturunterschied von nur 0,5 Grad für die Stromerzeugung ausreichend sein wird.

Die Forscher haben eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten im Visier: “Die Stromerzeugung aus Wärme lässt sich überall dort nutzen, wo eine Temperaturdifferenz auftritt”, sagt Spies. “Sei es am Körper, an Heizungen zur Kalkulation der Heizkosten, zur Überwachung der Kühlkette beim Transport gekühlter Güter oder in Klimaanlagen.”
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft (idw)

Über die Wechselwirkung der Naturkräfte, Hermann von Helmholtz

Helmholtz: Die Wechselwirkung der Naturkräfte
Helmholtz: Die Wechselwirkung der Naturkräfte. Foto: Sedlacek

Die Physik hat mit dem Prinzip der Energieerhaltung eine Errungenschaft von sehr allgemeinem Interesse gemacht. Es handelt sich dabei um ein Naturgesetz, welches das Wirken sämtlicher Naturkräfte in ihren gegenseitigen Beziehungen zueinander beherrscht und eine ebenso große Bedeutung für unsere theoretischen Vorstellungen von den Naturprozessen hat, als es für die technische Anwendung derselben von Wichtigkeit ist.
Das Prinzip besagt: Die Gesamtenergie in einem abgeschlossenen System bleibt konstant. Zwar kann Energie zwischen verschiedenen Energieformen umgewandelt werden, beispielsweise von Bewegungsenergie in Wärmeenergie. Es ist jedoch nicht möglich, innerhalb eines abgeschlossenen Systems Energie zu erzeugen oder zu vernichten. Das ist der Grund, warum die Suche nach einem Perpetuum mobile in die Irre führt.
Endgültig ausformuliert wurde der Energieerhaltungssatz 1847 von Hermann von Helmholtz. In der vorliegenden Schrift über die „Wechselwirkungen der Naturkräfte“ gibt Helmholtz dem Leser allgemeinverständlich eine sehr plastische Vorstellung über das Wirken von Kräften in den Naturprozessen, die mit geringfügigen Modifikationen heute nach wie vor ihre Gültigkeit hat.
Für alle, die das Wirken der Natur besser verstehen wollen.

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